Eli und die Quelle, die das Singen vergaß
Eli folgte dem kleinen leuchtenden Pilzpfad tiefer in den Wald hinein. Sie leuchteten einer nach dem anderen auf, wie winzige Laternen, die nur für ihn brannten. Die Bäume neigten sich nah heran, um zu flüstern, und Eli war sich fast sicher, dass er sie verstehen konnte.
„Willkommen zurück“, murmelte eine alte Eiche. „Sie hat gewartet.“
In der Mitte einer ruhigen Lichtung saß eine Fee, nicht größer als Elis Daumen. Ihre Flügel hatten die Farbe von Morgentau und ihre Krone bestand aus einem einzigen Löwenzahnsamen. „Ich bin Fenn“, sagte sie mit einer Stimme wie ein winziges Glöckchen. „Unsere Quelle ist verstummt. Hilfst du uns, ihr Lied zu finden?“
Eli nickte. Er nickte immer für Feen.
Sie gingen zusammen, Fenn saß auf seiner Schulter, vorbei an einer Familie von Farnen, die sich höflich verneigten, und einem Igel, der sich als Sir Pricklesworth vorstellte. Am Fuße der großen Silberbirke fand Eli die Quelle. Aber sie war voller gefallener Blätter, und darunter steckte ein kleines Holzboot, das jemand vor Jahren vergessen hatte.
Eli krempelte die Ärmel hoch. Er entfernte die Blätter einzeln, vorsichtig, um eine schlafende Schnecke nicht zu stören. Dann hob er das Boot vorsichtig frei. Langsam, langsam begann die Quelle zu kichern. Dann zu singen. Dann laut zu lachen, zu funkeln und zu tanzen, und den Moos mit hellkalten Tropfen zu bespritzen.
Der ganze Wald seufzte vor Freude. Glühwürmchen wachten früh auf. Die Bäume streckten ihre langen Arme aus. Sogar Sir Pricklesworth drehte sich winzig und stolz.
Fenn berührte Elis Nase mit ihrem Zauberstab und ein warmes Kribbeln breitete sich auf seinen Wangen aus. „Du wirst uns jetzt immer hören“, versprach sie. Und von da an, wenn Eli in irgendeinem Wald wanderte, flüsterten die Blätter seinen Namen, und er flüsterte freundlich zurück.
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